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Internetmarke: Briefmarken zum Selberdrucken

Do., 07.01.2010 - 12:37 h -- Ralf Zosel

Als Rechtsanwalt kommt man trotz E-Mail und fortgeschritteneren Möglichkeiten wie EGVP und Webakte nicht umhin, den ein oder anderen Brief per Post zu verschicken. Gerade für Kollegen, die nur nebenher als Anwalt arbeiten, kann es lästig sein, das Porto während der begrenzten Schalterzeiten zu besorgen.

Nun gibt es die Möglichkeit, Briefmarken online zu beschaffen, schon länger. Mit STAMPIT war das aber recht umständlich und man benötigte selbst in der Web-Variante spezielle Software, nämlich den Adobe-PDF-Viewer (der z. B. beim Mac nicht zur Standardausstattung gehört), weil damit per DRM sichergestellt wurde, dass man die selbst erstellte Marke nur genau einmal ausdrucken konnte. Eventuelle Fehldrucke musste man dann mit einem Freiumschlag einreichen.

Das ist mit Internetmarke viel einfacher. Damit kann man Briefmarken in beliebigen Mengen erzeugen und so oft ausdrucken wie man möchte. Wobei jede Marke wohl eine eindeutige ID bekommt und nur einmal akzeptiert wird. Internetmarke funktioniert mit jedem Browser und mit jedem PDF-Viewer. Es ist nicht einmal eine Registrierung erforderlich - die Bezahlung kann z. B. auch per PayPal abgewickelt werden.

Wie einfach man eine Internetmarke erstellen kann, zeigt der folgende Screencast.

Abrufbar ist der Service unter http://internetmarke.de - weitere Infos gibt's bei Wikipedia.

Kommentare

Ist bei mir hier auch der Notnagel, wenn andere Marken mal ausgehen - oder ein Paket zu versenden ist, dass ich bequem außerhalb der Geschäftszeiten in einer Packstation abgeben kann. Schade nur, dass Einschreiben nicht möglich sind - obwohl es ein Pendant per eFiliale der Post gibt, das man nur einwerfen muss...

Die Internetmarke und Co sind doch eigentlich keine Briefmarken. Besser sollte man sie eventuell als Portovermerk bezeichnen. Für mich als Sammler von Briefmarken ist das eine grausige Entwicklung. Aber was solls, es gibt ja schon genügend Briefmarken aus den guten alten Zeiten.