
Zoom-Call mit Jonas Neulandt, IT-Anwalt in Frankfurt (Name und Ort geändert) und seit Jahren guter Freund. Er erzählt von einem Tool, das mit KI beim Newsletterschreiben hilft. Seine Begeisterung ist spürbar – und weil ich weiß, dass Jonas ständig irgendwelche Tools testet und nur die wirklich guten weiterempfiehlt, zögere ich keine Sekunde.
Bestellt. Zugang bekommen. Keine Rechnung.
Und dann? Passiert erstmal: nichts. Ich schreibe keinen Blogbeitrag. Ich teste das Tool nicht. Es liegt einfach da. Denn ehrlich gesagt bin ich stolz darauf, dass ich alle meine Texte selbst schreibe – ohne dass KI mir komplette Texte generiert. Ich lasse mich höchstens mal inspirieren. Aber komplett schreiben lassen? Das war bisher nicht mein Ding.
Über einen Monat später: Zahlungserinnerung. Mein erster Gedanke: Komisch, wie soll ich denn bezahlen, wenn ich gar keine Rechnung habe? Ich durchforste mein Postfach – und finde sie tatsächlich im Spamfilter. Bezahlt. Zu früh gefreut mit dem Gratis-Tool.
Und dann denke ich: Moment mal. Ich habe dafür bezahlt. Über einen Monat ist vergangen. Vielleicht sollte ich es auch mal benutzen?
Jetzt sitze ich hier und teste das Ding zum ersten Mal. Und schreibe ausgerechnet einen Blogbeitrag darüber, wie ich einen Newsletter schreibe. Meta genug? Vielleicht. Aber es ist ein Experiment – und genau darum geht es.
Warum ich das erzähle?
Weil ich in meiner Arbeit mit Kanzleien immer wieder erlebe, wie lange überlegt, abgewogen und recherchiert wird. Welche Kanzleisoftware? Welche Marketing-Strategie? Die Entscheidung wird vertagt, verschoben, noch mal durchdacht. Und währenddessen läuft alles weiter wie bisher – nur eben nicht besser.
Ich bin da nicht anders. Ich kaufe ein Tool auf Empfehlung – und lasse es dann über einen Monat liegen. Weil: ich muss noch den perfekten Anlass finden. Weil: ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich zu mir passt. Weil: irgendwann später.
Bis mich eine Zahlungserinnerung daran erinnert, dass „irgendwann später“ auch einfach „nie“ heißen kann.
Was hilft?
Zwei Dinge habe ich für mich gelernt:
Erstens: Setze auf Empfehlungen statt auf endlose Recherche. Wenn jemand, dessen Urteil du vertraust, dir etwas empfiehlt – probier es aus. Die beste Produktbeschreibung der Welt ersetzt nicht die Erfahrung von jemandem, der schon drin ist.
Zweitens: Akzeptiere, dass nicht jedes Experiment perfekt läuft. Vielleicht funktioniert das Tool am Ende nicht für mich. Vielleicht schreibe ich nächste Woche wieder komplett selbst. Auch okay. Aber ich weiß es dann wenigstens – statt wochenlang darüber nachzudenken.
Manchmal ist der schnellste Weg zur richtigen Entscheidung: einfach mal machen. Und wenn es nicht passt, wieder aussteigen. Besser als in der Warteschleife der eigenen Überlegungen hängen zu bleiben – oder in der noch schlimmeren Warteschleife: bezahlt, aber ungenutzt.
Und jetzt Sie: Was halten Sie von diesem KI-generierten Text? Klingt er authentisch – oder merkt man die Maschine? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung. Und ausnahmsweise sind auch KI-generierte Kommentare willkommen.
P.S.: Den Text oben habe ich bewusst so übernommen, wie die KI ihn vorgeschlagen hat, und nicht mehr verändert (bis auf das Einfügen der Links). Den kompletten Dialog, wie der Text entstanden ist, finden Sie hier. Wie Sie sehen: Das ist immer noch Arbeit, einen Text schreiben zu lassen, bei dem man am Ende denkt: Ja, das ist meine Geschichte – wenn auch nicht in meinen Worten erzählt.
Wenn auch Sie den „impulse-Storycoach“ ausprobieren wollen: https://www.impulse.de/storytelling-coach-gpt. Ich bekomme keine Provision.
Florian Wörtz says:
Sehr interessant! Ich habe ehrlich gesagt nicht bemerkt, dass der Text KI-generiert war.
Markus says:
Irgendwie unterbewusst habe ich zunächst nur den Text gelesen, den Sie geschrieben hatten. Auf den KI Text bin ich erst danach gestoßen, als Sie die eingefügten Links erwähnten….