„30% der Neumandate über das Internet“

Von Rechtsanwälten, die erfolgreiches Kanzleimarketing im Internet betreiben, bekommt man Zahlen meist nur hinter vorgehaltener Hand zu hören. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass Kollege Werner Siebers jetzt in einem Kommenar im e.Consult-Blog freimütig bekennt:

… kann ich heute etwa 30% der Neumandate, die nicht auf Empfehlungen beruhen oder von Stammmandanten kommen, über das Internet generieren.

Grundlage hierfür seien eine „hin und wieder gepflegten Homepage ( http://kanzlei-siebers.de ) und ein aktuell gehaltener Blog ( http://strafjurist.de )“. 

Den Anteil der Wiederholungstäter kennen wir nicht und wissen auch nicht, wie viele Mandanten auf direkte Empfehlung kommen, aber Werner Siebers klingt ganz zufrieden mit der Ausbeute seines Online-Engagements:

Die Zeit, die ich investiere, spare ich an völlig überflüssigen Kosten für Einträge in Telefonbüchern.

Nun muss man wissen, dass das Blog von Werner Siebers mit dem schönen Titel „Strafprozesse und andere Ungereimtheiten“ bereits seit Oktober 2005 besteht und (laut JuraBlogs) bereits mehr als 4.500 Beiträge enthält. Wer so hartnäckig interessante Inhalte zu seinem Tätigkeitsbereich veröffentlicht, an dem kommen die Mandanten im Internet kaum noch vorbei.

1 Antwort
  1. Michael Felser
    Michael Felser sagt:

    Hallo Herr Kollege Zosel,

    die Erfahrung von Kollege Siebers für das Strafrecht kann ich für das Arbeitsrecht bestätigen. Wir tracken seit 2000 mit einem Fragebogen, wie Mandanten auf unsere Kanzlei kommen. Der Anteil der Mandanten, die via Internet zu uns finden und sich vorher sehr genau informiert haben, steigt seit Jahren kontinuierlich und liegt aktuell bei mehr als einem Drittel. Arbeitsrecht ist – da viele immer noch hauptsächlich per Dienst-PC aufs Internet zugreifen – ein gefragtes Thema im Internet.

    Wie wichtig die vorherige Information über die Kompetenzen für viele Ratsuchende inzwischen ist, zeigt, dass einige Internetnutzer nach aufwendigen Recherchen erheblichen Fahrtzeiten auf sich nehmen –  bei uns z.B. im Bereich der Spezialisierung auf die „Scheinselbständigkeit“.

    Wir sparen dadurch ebenfalls u.a. die Kosten für teure und differenzierungslose Anzeigen auf Seiten mit hunderten von Anwälten in den Gelben Seiten und aufwändigere Anzeigen im Örtlichen Telefonbuch.

    Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg mit Ihren Seiten

     

    Michael W. Felser

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über Ihren Beitrag!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.