Google-Abrechnung verstehen

Die Abrechnung der Google Ads durch Google sorgt immer wieder für Rückfragen meiner Kunden. Wie man an die Google-Rechnung kommt und die ausdrucken kann, habe ich schon früher erklärt. Jetzt will ich helfen die Abrechnung insgesamt zu verstehen.

Ich richte die Google-Ads-Kampagnen für meine Kunden auf deren eigenem Google-Ads-Konto ein, d. h. die Abrechnung der Kosten für die Klicks erfolgt durch Google direkt. (Meine Dienstleistung rechne ich separat ab – so hat der Kunde volle Transparenz.)

Los geht’s

Wir starten mit 0 € auf dem Google-Ads-Konto und mit den ersten Anzeigenklicks werden diese Kosten unter „Transaktionen“ ausgewiesen. Typischwerweise nach ein paar Wochen erfolgt die erste Bankabbuchung und Google zieht z. B. 300 € ein. In den Transaktionen ist dann ein entsprechender „Zahlungsbeleg“ abrufbar.

Abrechnung für vergangenen Monat

Am Ende des Monats steht dann fest, wie hoch die Kosten insgesamt waren und es werden z. B. 362,10 € für den ganzen Monat in Rechnung gestellt. Im dann ebenfalls abrufbaren „Kontoauszug“ werden z. B. ausgewiesen:

  • Anfangskontostand: 0 €
  • Gesamtkosten für den Monat: 362,10 €
  • Erhaltene Zahlung: -300 €
  • Endsaldo: 62,10 €

Der Endsaldo des vergangenen Monats ist dann gleichzeitig das „Anfangsguthaben“ für den nächsten Monat – also quasi „Guthaben“ aus Google-Sicht.

Rechnungsbetrag ./. Abbuchungsbetrag

Für Verwirrung sorgt eigentlich immer, dass meistens nicht der Rechnungsbetrag von Konto abgebucht wird, sondern 300 €, 400 € oder 500 € – je nach Umfang der Kampagnen mitunter mehrfach im Monat. Das ist der Schwellenwert für die Abbuchung (sog. Zahlungsschwellenwert), d. h. die Abbuchung erfolgt, sobald z. B. 300 € an Kosten aufgelaufen sind. Gleichzeitig wird der Schwellenwert um 100 € hochgesetzt (bis auf max. 500 €). Wird der Schwellenwert nach 30 Tagen nicht erreicht, dann werden die tatsächlich angefallenen Kosten abgebucht.

Wann erfolgt die nächste Abbuchung? Das zeigt Google als erstes nach dem Klick auf „Tools > Abrechnungen und Zahlungen“.

Ausnahme Guthabenkonto

Manche Altkunden haben statt der oben beschriebenen „automatischen Zahlung“ noch sog. Guthabenkonten, d. h. hier musste erst einmal Geld an Google überwiesen werden, damit die Kampagnen überhaupt starten konnten. Ist das Guthaben aufgebraucht, erfolgt keine Anzeigenschaltung mehr. Für neue Google-Ads-Konten gibt es diese Option nicht mehr.

Google- oder Kundenperspektive?

Kurioserweise sind in den alten Guthabenkonten die Vorzeichen vertauscht – wobei das ja eigentlich richtig ist und die neuen Konten genau falsch herum sind: Mich verwirrt das jedenfalls aus Kundensicht, wenn in meinem Konto der Betrag, den ich noch zu bezahlen habe, als „Guthaben“ bezeichnet wird. Ob Google mal irgendwann die Perspektive in der Abrechnung wieder rumdreht?

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