Bloggen oder bloggen lassen?

Gestern bekam ich folgende Anfrage per E-Mail (Kaltakquise):

Für meine Kunden suche ich hochwertige Artikelplätze mit thematischem Bezug. Ich würde gern einen informativen und redaktionellen Artikel (…) mit vielen Mehrwerten für Ihre Leser und einem Backlink zu der Webseite unseres Kunden auf Ihrer Seite veröffentlichen.

Ich liefere Ihnen gern einen sehr hochwertigen und professionell geschriebenen Text, welcher von unserer hauptberuflichen Redakteurin aufwendig recherchiert und getextet wird. (…)

Bieten Sie so etwas an? Können Sie mir bitte ein Beispiel und Ihren Preis mailen? Haben Sie evtl. noch weitere Seiten, auf denen so etwas möglich ist?

Solche Anfragen bekomme ich – und wahrscheinlich jeder, der halbwegs erfolgreich bloggt – öfter. Die Antwort ist: Nein, nein und nochmals nein. Ich schreibe alle meine Blogbeiträge selbst, schon immer und aus Prinzip – auch wenn es manchmal etwas dauert.

Künftig werde ich bei solchen E-Mails nur noch einen Link auf diesen Beitrag versenden. Können Sie übrigens auch gerne machen, wenn Sie solche Anfragen für Ihre Kanzleihomepage bekommen. 😉

A propos:

Wenn Sie selbst als Anwalt ein Weblog betreiben, müssen Sie natürlich nicht unbedingt alles selber schreiben. Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, den Referendar oder auch entsprechende Dienstleister zu verpflichten. Jedenfalls aber sollten Sie darauf achten, dass Ihre Interessen (und die Ihrer Leser) gewahrt bleiben und sich nicht als Werbeplattform für Dritte hergeben.

Andersherum können Sie mit der Masche aber versuchen, Ihren Content bei Dritten unterzubringen. Ein paar Backlinks von interessanten Websites können helfen, Ihre Kanzleihomepage populärer zu machen.

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